Aspekte der Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen
In vielen Branchen der Investitionsgüterindustrie entwickelt sich die Energieeffizienz zu einem wichtigen Merkmal eines Produktes. So werden Getriebemotoren für fördertechnische Einrichtungen bereits seit langem in Effizienzklassen eingeteilt. Ansätze zur Steigerung der Energieeffizienz in der Fertigung mit Werkzeugmaschinen sind sehr vielfältig. Potentiale ergeben sich in Bezug auf die Grundlast von Werkzeugmaschinen, welche auch in nichtproduktiven Phasen für eine Energieaufnahme sorgt. Die Grundlast wird maßgeblich von den Nebenaggregaten einer Maschine bestimmt. Neben dem Einsatz von energieeffizienten Motoren in den Nebenaggregaten ergeben sich Möglichkeiten zur Reduktion der Grundlast über ein Energiemanagement. Dabei werden Verbraucher in nichtproduktiven Phasen gezielt von der Maschinensteuerung deaktiviert.
Maßnahmen zur Unterstützung des Bedieners beim Einrichten verbessern ebenfalls die Energieeffizienz, da die nichtproduktiven Phasen verkürzt und damit der Einfluss der Grundlast auf die Energiebilanz verkleinert wird. Ausschussteile erhöhen unweigerlich die Energieaufwendungen pro Gutteil. Eine Genauigkeit ab dem ersten Teil zu fertigen kann daher ein entscheidender Faktor für die Energieeffizienz einer Werkzeugmaschine werden. Maschinenkonzepte mit einem ausgewogenen thermischen Verhalten und einer präzisen Positionsmesstechnik sind hier klar im Vorteil.
