Magnetische Einbau-Messgeräte

Die magnetischen Einbau-Messgeräte ERM sind in Ihrer robusten Art speziell für den Einsatz in Produktionsmaschinen geeignet. Aufgrund des großen möglichen Innendurchmessers, der geringen Abmessungen und des kompakten Designs sind sie prädestiniert:

  • für die C-Achse an Drehmaschinen
  • für Rund- und Schwenkachsen (z.B. zur Drehzahlregelung an Direktantrieben oder zum Einbau in Getriebestufen)
  • zur Spindelorientierung an Fräsmaschinen
    oder für Hilfsachsen

Auswahlhilfe

AnwendungAnforderungenSchnittstelleBaureihe
C-Achse an Drehmaschinen

verschiedene Hohlwellendurchmesser
verschmutzungsunempfindlich
einfache Montage
1 VSS, TTL
1 VSS
EnDat 2.2
ERM 2200
ERM 2400
Rund- und Schwenkachsenmittlere bis hohe Genauigkeit
große Hohlwellendurchmesser
verschmutzungsunempfindlich
1 VSSERM 2410
Hauptspindel an Fräsmaschinenhohe Drehzahlen
geringer Einbauraum
1 VSS
1 VSS
ERM 2400
ERM 2900

C-Achse an Drehmaschinen

Die ERM sind seit Jahren die bevorzugten Messgeräte für die C-Achse an Drehmaschinen.
Neben der Verschmutzungsunempfindlichkeit sind hier große Innendurchmesser
wichtig, um Stangenmaterial ohne Einschränkungen verarbeiten zu können.
Bedingt durch diese konstruktive Anordnung befindet sich die Teilung des ERM meist auf einem wesentlich größeren Durchmesser als das zu bearbeitende Werkstück. Positionsabweichungen des Messgerätes wirken sich daher in einem entsprechend verringertem Maße auf die Werkstückgenauigkeit aus.

Rund- und Schwenkachsen

Rundtische und Schwenkachsen benötigen für die Lage- und Drehzahlregelung Messgeräte mit hohen Signalqualitäten. Die Messgeräte mit optischen Maßverkörperungen, wie z.B. die Baureihen RCN, erfüllen die Anforderungen in idealer Weise. Bei mittleren Genauigkeitsanforderungen können auch magnetische Einbau-Messgeräte eingesetzt werden. Die ERM 2200 weisen aufgrund der kleinen Signalperiode von 200 μm besonders geringe Positionsabweichungen innerhalb einer Signalperiode auf und ermöglichen so ein relativ hohes Gleichlaufverhalten der Achse. Zusätzlich sind die typischen Vorteile der magnetischen Einbau-Messgeräte, wie z.B. Verschmutzungsunempfindlichkeit, großer Innendurchmesser, in dieser Applikation sehr hilfreich.

Hauptspindel an Fräsmaschinen

Hauptspindeln gehören zu den Schlüssel-Baugruppen einer Werkzeugmaschine und beeinflussen ihre Funktionalität in erheblichem Maße. Ihre Eigenschaften werden durch Aufbau, Antrieb und Lagersysteme bestimmt. Aber auch die verwendeten Messgeräte tragen entscheidend zur Performance bei. Sie müssen hohe Drehzahlen erlauben und eine ausreichende Robustheit aufweisen. Drehzahlen von über 40 000 U/min sind mit den ERM 2900 problemlos möglich. Zusätzlich erfüllen sie die Anforderung nach kompakten Abmessungen.
Sollten Fräs- und Drehbearbeitungen auf einer Maschine durchgeführt werden, so steigen die Genauigkeitsanforderungen an die Hauptspindeln. Bestimmte Bearbeitungsbewegungen bei komplexen Werkstücken lassen sich nur durch das Zusammenspiel von Vorschubachsen und Hauptspindellagen erreichen. So muss z.B. mit einem einschneidigen Werkzeug die Schneide bei der Herstellung eines Gewindes definierte Winkellagen einnehmen. Hier kommen die ERM 2400 mit 400 μm Signalperiode zum Einsatz. Sie weisen ein besseres Genauigkeitsverhalten auf und besitzen z.B. 600 Striche bei einem Außendurchmesser von 75,44 mm. Dies ist deutlich mehr als Zahnräder vergleichbarer Abmessungen.